16.07.2015 13:08 Age: 2 yrs
Category: CSI

ISO-Revision beeinflusst Ausbildung und Zertifizierung von Fachpersonal im Qualitätsmanagement

Der Fokus liegt künftig auf Kompetenznachweisen.


(ots) Die Revisionen von ISO 9001 und ISO 14001 führen eine Palette von Neuerungen ein. Deshalb sollten sich Organisationen schon jetzt damit auseinandersetzen. Der zentrale Terminus heißt "Kompetenz". Formale "Qualifikation" reicht nicht mehr aus, um die wesentlichen QM-Aufgaben und damit die Wirksamkeit eines Managementsystems sicherzustellen.

Hinter der Kompetenz-Forderung der neuen Normen steht die Erkenntnis, dass ein Managementsystem nur unter bestimmten Voraussetzungen wirksam sein kann. "Entsprechend der neuen Norm ISO 9001 muss eine Bestandsaufnahme des für die Erfüllung der Aufgaben erforderlichen Wissens erfolgen. Ebenso müssen die zur Implementierung des Managementsystems erforderlichen Aufgaben festgestellt und bestimmten Funktionen zugewiesen sein. Auch muss gewährleistet sein, dass die mit der Wahrnehmung der Aufgaben beauftragten Personen die geforderte Kompetenz tatsächlich besitzen", so Thomas Votsmeier, Leiter der Personenzertifizierungsstelle der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) und Mitglied in den mit der Normenrevision betrauten ISO Gremien TC 176 und 207. Für Firmenchefs genüge es künftig nicht mehr, einen "Beauftragten der obersten Leitung" formal zu benennen und die Umsetzung des Systems zu delegieren. Im Gegenteil, sie stehen jetzt selbst stärker in der Verantwortung. Denn gefordert ist nun ein dokumentierter Nachweis über die Kompetenz der betroffenen Mitarbeiter. Ferner werden Maßnahmen zum Kompetenzerwerb verlangt, etwa geeignete Schulung und Ausbildung. Damit wird ein hoher Anspruch manifestiert, der deutlich über die bisherigen Standards hinausgeht. 

(Quelle: http://www.presseportal.de/pm/66703/3065371)